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| Es
gibt nichts gutes, außer man tut es... |
So rumorte es wohl in meinem Hinterkopf,
seid 2005 eine Forschungsarbeit bedrückendes zu Tage brachte: Sachsen
stand im Bundesvergleich an vorLETZTER Stelle in Bezug auf Gleichstellungsarbeit
für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender.
Und, hat sich daran seit 2005 viel
verändert?
| Sind
wir mittlerweile gleichgestellt? |
Die offizielle Gleichstellungsbeauftragte
des sächsischen Sozialministeriums, auch zuständig für
Lesben und Schwule, meinte damals: „Es gäbe niemanden gleichzustellen,
es lägen keine Beschwerden vor“. Vielleicht, weil bis heute
niemand weiß, dass es diese Beschwerdestelle im Ministerium gibt…
Viele Gespräche mit Lesben, Schwulen und Transgender in Sachsen
haben gezeigt, das es noch immer keineswegs selbstverständlich
ist, dass ein homosexuelles Pärchen gemeinsam einen Mietvertrag
unterzeichnet. Auch Jugendämter klatschen nicht allerorts in Sachsen
beglückt in die Hände, wenn Homosexuelle in Sachen Familienplanung
bei Kinderheimen anklopfen oder Pflegschaften anbieten. Und wie vielen
wurde es ans Herz gelegt, ihre christliche Gemeinde zu verlassen, weil
ihr Verhalten „widernatürlich“ sei.
Wieso tun sich also bis heute junge Menschen so unendlich
schwer, den ersten Schritt zum Coming Out zu wagen, wenn es doch an sich
gar nichts zu befürchten gibt… wo wir doch angeblich so gleichgestellt
sind?
Nein, wir sind es nicht! Spätestens, wenn wir den Sub verlassen,
folgen uns wieder verstohlende Blicke.
Mit szene-sachsen.net liegt seit Juli 2008 ein Portal
vor, das sich keineswegs verstecken muss. Endlich kommen auch die kleinen
Initiativen und Projekte ans Tageslicht, von denen teilweise selbst eifrige
Szene-Nutzer nichts wissen. Und gleichsam entsteht ein realistischeres Bild
einer Lebens- und Liebensweise für all unsere Angehörigen und
Beobachter, das weiter geht wie die allseits beliebten Klischees über
unsere Lebensweise.
Ausschließlich kämpferisch sind die Absichten von szene-sachsen.net
natürlich nicht. Viel mehr geht es um Spaß und Information.
Der Aufbau einer aktuellen Datenbank sächsischer Szene-Angebote (ganz
ohne Karteileichen) ist nur eine Idee.
Eine weitere Idee ist der Online-Shop,
der szenespezifische Bücher, Filme, Poster, Kalender und auch Musik
der Szene-Stars greifbar bereithält – auch für jene Sachsen
und Sächsinnen unter uns in ländlicheren Gebieten. Dank des
Shops finanzieren sich auf äußerst angenehme Weise für
alle Beteiligten die Kosten für das Portal, die durch Servergebühren
und benötigen Werbemitteln entstehen. Und noch mehr Ideen liegen
in der Schublade und warten auf ihre Geburtsstunde…
Der Rest ist Herzblut, Liebe und gern investiertes
Know-How sowie Zeit für eine Szene, in der ich seit 1997 aktiv mitmische
und für ein Bundesland, in dem ich allzu gern lebe. Schön, dass
es das alles gibt. Dafür leiste ich gern meinen Beitrag.
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es gibt eben nichts Gutes, außer man tut es! |
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